Wirtschaft

Elf Millionen Pakete am Tag Post bittet um frühes Abschicken

imago0107121618h.jpg

Seit das Coronavirus grassiert, wird noch mehr online gekauft.

(Foto: imago images/Eibner)

Ein Weihnachtspaket wollen in diesem Jahr wahrscheinlich noch mehr Menschen verschicken. Die Post stellt sich bereits auf neue Rekordmengen ein und rät dazu, die Päckchen, Pakete und Briefe nicht erst kurz vor dem Fest auf die Reise zu bringen.

Die Deutsche Post erwartet in den Wochen bis Weihnachten "neue Rekordmengen" an Paketen. An den Tagen unmittelbar vor Heiligabend rechnet das Unternehmen mit bis zu elf Millionen Paketen täglich, wie ein Sprecher der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte. An durchschnittlichen Tagen werden demnach gut fünf Millionen Pakete transportiert.

Post
Post 42,61

Für die Vorweihnachtszeit wappnet sich das Unternehmen mit mehr Personal und Fahrzeugen, wie der Sprecher weiter sagte. Schon während des ersten Lockdowns seien 4000 weitere Kräfte eingestellt worden. Nun kämen noch mal 10.000 zusätzliche Aushilfskräfte dazu, "die im Übrigen alle nach Haustarif der Deutschen Post bezahlt werden". 13.000 zusätzliche Fahrzeuge seien im Einsatz.

Die Post ruft lauf "FAS" dazu auf, Weihnachtsgeschenke möglichst früh zu bestellen und zu verschicken. Außerdem sollten Empfänger ihre Pakete möglichst schnell aus Filialen und Packstationen abholen, damit diese nicht volllaufen. Auch sollten Versandmarken im Internet statt in den Postniederlassungen gekauft werden.

Stichtag 19. Dezember

Damit Pakete an Heiligabend unterm Weihnachtsbaum liegen, sollten sie dem Bericht zufolge spätestens am 19. Dezember bis 12 Uhr verschickt werden. Postkarten und Briefe sollten bis zum 22. Dezember vor Leerung des Briefkastens eingeworfen werden.

Wegen des boomenden Online-Handels bricht die Post schon seit langem Jahr für Jahr ihren eigenen Höchstwert, in diesem Jahr geschah dies außergewöhnlich früh, bereits fünf Wochen vor dem Jahresende. Der Grund: In Corona-Zeiten shoppen viele Menschen lieber im Internet als im Geschäft. Bis zum Jahresende rechnet der Konzern mit rund 1,8 Milliarden beförderten Paketen, das wäre ein Plus von etwa 15 Prozent. So hoch war der Zuwachs noch nie. Zum Vergleich: 2018 lag das Plus bei 7,7 Prozent und 2019 bei 5,7 Prozent. Auch die Wettbewerber Hermes und DPD rechnen mit Höchstwerten.

Quelle: ntv.de, sba/dpa