Wirtschaft

Briefversand wird 2018 teurer Post erhöht Preise für Geschäftskunden

Die Rabatte für Großkunden werden ab Januar 2018 von fünf auf drei Prozent gekürzt.

Die Rabatte für Großkunden werden ab Januar 2018 von fünf auf drei Prozent gekürzt.

(Foto: dpa)

Privat- und Geschäftskunden versenden weniger Briefe und greifen mehr auf digitale Kanäle zurück - das zehrt an den Umsätzen der Deutschen Post. Die Folge: Großkunden werden ab Januar 2018 für den Briefversand stärker zur Kasse gebeten.

Geschäftskunden müssen ab dem kommenden Jahr für den Briefversand mehr Geld bezahlen. Die Rabatte für Großkunden werden dann von fünf auf drei Prozent gekürzt, wie ein Sprecher der Post sagte. Die indirekte Portoerhöhung begründete das Unternehmen mit rückläufigen Versandmengen und steigenden Produktionskosten. Für Privatkunden bleiben die Portopreise dagegen unverändert.

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Die Bundesnetzagentur hatte nach der bislang letzten Preiserhöhung 2016, als das Porto für den Standardbrief von 0,62 Euro auf 0,70 Euro angehoben wurde, die Preise für drei Jahre eingefroren. Der nächstmögliche Termin für eine Portoerhöhung ist damit der 1. Januar 2019.

Rückläufige Sparte

Die Deutsche Post erlöst aus dem Briefgeschäft mit Geschäftskunden rund 90 Prozent des Umsatzes in einer insgesamt rückläufigen Sparte. Im vergangenen Jahr transportierten die Bonner mehr als 18,6 Milliarden Briefe oder täglich 59 Millionen Sendungen. Dazu gehören auch Postkarten, Bücher- und Werbesendungen. Nur jeder zehnte Brief ging an einen Privatkunden.

Nicht müde wird die Post bei der Entwicklung neuer Zustelloptionen: In Bad Hersfeld startet das Unternehmen den ersten Testlauf mit einem Zustellroboter, der die Arbeit der Briefträger vereinfachen soll. Dabei transportiert ein elektrisch betriebener "Postbote", der mittels Sensoren seinem Zusteller folgt und diesen vom Gewicht der Sendungsmenge entlastet, mehrere Briefbehälter. Von dem sechswöchigen Test, der am Mittwoch beginnen sollte, erhoffe sich die Post neue Erkenntnisse über die vereinfachte und leichtere Zustellung, hieß es.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

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