Wirtschaft
Die Porto-Entscheidung trifft die Bundesnetzagentur.
Die Porto-Entscheidung trifft die Bundesnetzagentur.(Foto: picture alliance / Daniel Naupol)
Dienstag, 06. November 2018

Wegen höherer Kosten: Post peilt "deutliche" Porto-Erhöhung an

So wirklich viele Briefe verschickt man heute nicht mehr - per E-Mail oder Chat geht die Kommunikation deutlich schneller. Dennoch bleiben Briefe wichtiger Bestandteil des Alltags. Ihr Versand wird teurer.

Verbraucher müssen sich im kommenden Jahr auf ein wesentlich höheres Briefporto einstellen. Post-Chef Frank Appel sagte in Bonn mit Blick auf das seit Jahren schrumpfende Briefgeschäft: "Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir hier eine deutliche Preissteigerung sehen werden."

Appel begründete das mit höheren Personalkosten und sinkender Nachfrage. In den ersten neun Monaten 2018 fiel das Briefvolumen der Deutschen Post im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in der Bundesrepublik um 4,4 Prozent auf rund 13,06 Milliarden Stück.

Bis Ende November soll die Post noch Daten an die Bundesnetzagentur schicken, damit die Behörde einen Preisrahmen für das Briefporto festlegt. Die neuen Preise könnten dann ab dem Frühjahr gelten. Derzeit kostet ein Standardbrief in Deutschland 70 Cent. Die letzte Preiserhöhung war 2016, als eine Sendung 8 Cent teurer wurde.

Ursprünglich sollte der aktuelle Tarif nur bis Ende 2018 gelten. Nach konzerninternen Turbulenzen samt Gewinnwarnung im Sommer stellte der Bonner Konzern der Regulierungsbehörde aber nicht die gewünschten Daten zur Verfügung. Dadurch legte die Netzagentur das Genehmigungsverfahren auf Eis - aus der geplanten Porto-Erhöhung zum Januar wurde vorerst nichts.

Zum neuen Porto für einen Standardbrief wollte Appel konkret nichts sagen. Das sei eine Entscheidung der Bundesnetzagentur, die einen Preisrahmen festlege, betonte der Manager.

Quelle: n-tv.de