Wirtschaft

Obergrenze geplant Preis an Teslas Ladesäulen steigt kräftig

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Auch Tesla erhöht die Preise.

(Foto: imago images/MiS)

Die Nutzung der Tesla-Supercharger kostet ab sofort mehr. Damit folgt der E-Auto-Pionier der Konkurrenz. Die Bundesregierung will die Preise dagegen deckeln.

Strom an Teslas sogenannten Superchargern in Deutschland ist deutlich teurer geworden. Der Preis sei von 40 auf 45 Cent pro Kilowattstunde erhöht worden, berichtet "Teslamag". Auch in anderen europäischen Ländern sei er gestiegen. Hierzulande habe er seit Oktober vergangenen Jahres um insgesamt 36 Prozent zugelegt.

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Um die E-Mobilität voranzutreiben, hatte die alte Bundesregierung den Startschuss für die Ausschreibung für 1000 Schnellladestationen mit mehreren Ladepunkten gegeben, das sogenannte Deutschlandnetz. Dabei ist eine Preisobergrenze von aktuell 44 Cent pro Kilowattstunde vorgesehen. Bisher war Tesla der einzige Anbieter, der unter diesem Preis lag.

Gegen die Preisobergrenze hatten die Anbieter protestiert. Auch das Bundeskartellamt hält wenig von der Idee. Derlei Grenzen für Ladetarife seien "nicht zielführend", hieß es zur Begründung. "Solche regulierungsähnlichen Vorgaben verzerren den Wettbewerb und könnten bereits existierende oder geplante private Angebote verdrängen und damit einem schnellen Ausbau entgegenstehen."

Das Kartellamt hat eine Untersuchung zur Infrastruktur bei Ladesäulen eingeleitet - unmittelbarer Anlass waren Beschwerden von Verbrauchern, die auf "strukturelle wettbewerbliche Defizite im Bereich der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur" hindeuteten.

Mehr Wettbewerb gefordert

Die Bonner Behörde schaut sich dabei auch die Entwicklung der Ladestrompreise an. Die bisherigen Ermittlungen ergaben demnach jedoch "keine Belege dafür", dass die Ladestrompreise in Deutschland "systematisch und flächendeckend überhöht sind". Mit einem zunehmenden Ausbau der Infrastruktur und des Wettbewerbs würden "auch die Preise sinken", prognostizierte das Kartellamt.

Insgesamt mahnte die Behörde von Kartellamtspräsident indes mehr Wettbewerb beim Ladestrom an. In der derzeitigen Phase des Aufbaus sei ein "offener und diskriminierungsfreier Marktzugang" nötig. Öffentliche Ausschreibungen von Flächen passierten jedoch insbesondere auf kommunaler Ebene noch zu wenig - teils würden die Flächen "vollständig oder überwiegend an ein und denselben Betreiber vergeben", etwa das kommunale Stadtwerk.

Nach den Plänen der Ampel-Koalition soll in Deutschland bis 2030 eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für E-Autos entstehen.

Quelle: ntv.de, jga/dpa

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