Wirtschaft
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Donnerstag, 08. Januar 2015

Schweden-Happen für Ravensburger: Puzzle-Riese fährt künftig auch Holzbahn

Hochzeit zweier Spiele-Methusalems: Das 131-jährige Unternehmen Ravensburger kauft den 130-jährigen schwedischen Holzbahn-Hersteller Brio. Beide Marken sollen erhalten bleiben - und noch etliche Generationen bespaßen.

Der Spielehersteller Ravensburger übernimmt den schwedischen Konkurrenten Brio. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Schweden sind vor allem für ihre Holzeisenbahnen bekannt und können auf eine 130-jährige Geschichte zurückblicken. "Der Kauf von Brio fügt sich in unsere Strategie, im Ausland stärker zu wachsen und vom Spiele- in den Spielwarenmarkt zu expandieren", sagte Ravensburger-Vorstandsvorsitzende Karsten Schmidt.

Verkäufer ist der schwedische Investor Proventus, die über zehn Jahre lang Haupteigentümer waren. Brio werde innerhalb der Ravensburger-Gruppe als eigenständige Tochtergesellschaft mit dem bestehenden Management am Firmensitz in Malmö weitergeführt, hieß es. Teil der Übernahme sei auch der zu Brio gehörende schwedische Brettspiel-Marktführer Alga.

Brio ist den Angaben zufolge in über 20 Ländern vertreten und beschäftigt 80 Mitarbeiter. 2013 lag der Jahresumsatz bei 354 Millionen Schwedischen Kronen (etwa 37,6 Millionen Euro). Die Marke wendet sich vor allem an die Marktsegmente Kleinkind und Vorschule. Das schwedische Traditionsunternehmen stellt nach eigenen Angaben mehr als 200 Produkte her, darunter Holzeisenbahnen, Nachzieh-Dackel und Stapel-Clowns.

Durch den Firmenverkauf will sich die Ravensburger-Gruppe verstärkt als Spielwarenhersteller mit zwei starken Marken unter einem Dach positionieren. Sie ist bislang vor allem als Anbieter von Puzzles, Spielen und Beschäftigungsprodukten sowie Kinder- und Jugendbüchern bekannt. 2013 erzielte das seit 131 Jahren bestehende Familienunternehmen mit 1719 Mitarbeitern einen Umsatz von fast 359 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de