Wirtschaft

Amann löst Projektleiter Korkhaus ab Räumkommando am BER

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Korkhaus bei einem Rundgang durch die Eingeweide des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Technikchef der Flughafengesellschaft FBB, Amann, räumt auf: Wegen des Chaos' bei der Planung des Hauptstadtflughafens muss Gesamtprojektleiter Korkhaus seinen Platz räumen. Er bleibt dem Unternehmen in anderer Funktion erhalten. Unbestätigten Medienberichten kündigt Amann zwei weiteren Führungskräften die Zusammenarbeit auf.

Im Debakel um die Verzögerungen beim Bau des neuen Berliner Großflughafens BER gibt es weitere personelle Konsequenzen. Der Sprecher der Flughafengesellschaft, Ralf Kunkel, bestätigte die Absetzung des Gesamtprojektleiters Joachim Korkhaus. Dieser hatte die Funktion seit 2008 inne. Korkhaus werde dem Unternehmen aber "in anderer Funktion" erhalten bleiben, sagte Kunkel. Einen neuen Gesamtprojektleiter gebe es noch nicht. Kunkel begründete die Absetzung von Korkhaus damit, dass Technikchef Horst Amann mit der Neustrukturierung des Baubereichs begonnen habe.

Amann ist seit Ende Juni technischer Geschäftsführer der Flughafengesellschaft. Er schlug vergangene Woche den 27. Oktober 2013 als neuen Eröffnungstermin für den Großflughafen vor. Damit wurde die Eröffnung bereits zum dritten Mal verschoben. Ursprünglich sollte der Flughafen im Oktober 2011 eröffnet werden, dann im Juni dieses Jahres, später im März 2013. Die größten Probleme auf der Baustelle bereiten weiterhin der Brandschutz und die Sanierung von Kabeltrassen.

Nach Angaben der "Bild"-Zeitung soll Amann zwei weiteren Führungskräften mitgeteilt haben, dass er nicht weiter mit ihnen zusammenarbeiten wolle. Dafür gab es keine offizielle Bestätigung.

Amann hatte am 1. August den Posten des glücklosen technischen Geschäftsführers Manfred Körtgen übernommen. Die Rufe nach weiteren personellen Konsequenzen aus dem Debakel am BER reißen seitdem nicht ab. Kritik an dem umstrittenen Chefplaner Rainer Schwarz wurde bei der vergangenen Aufsichtsratssitzung indes mit dem Hinweis auf Kontinuität und Zeitersparnis abgelehnt.

Quelle: n-tv.de, ddi/AFP

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