Wirtschaft

Bankenrückzahlung hilfreich Rettung kommt "billiger"

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Dieses Buch hat es in sich: der Haushaltsplan für 2011.

(Foto: REUTERS)

Die staatliche Rettung von US-Firmen während der Finanzkrise wird die Steuerzahler nach Einschätzung der Regierung nicht ganz so teuer zu stehen kommen wie zunächst gedacht. Der Haushaltsplan beziffert die Verluste aus dem sogenannten TARP-Programm "nur" noch auf 117 Milliarden Dollar. Im Dezember hatte die Regierung die Kosten noch auf 141 Milliarden und im August sogar noch auf 341 Milliarden Dollar geschätzt.

Die niedrigere Schätzung kommt vor allem deshalb zustande, weil inzwischen viele Banken Staatshilfen zurückgezahlt haben und die Aktien der Institute im Staatsbesitz deutlich wertvoller geworden sind. Außerdem hat das Volumen der staatlichen Garantien deutlich abgenommen.

Der Haushaltsplan geht davon aus, dass die staatlichen Investitionen in Banken letztendlich mit Gewinn verkauft werden können. Dagegen erwartet die Regierung weiterhin hohe Verluste aus den Hilfen für den ehemals weltgrößten Versicherer AIG sowie für die Autoindustrie.

Mehr Geld für CFTC

Unterdessen US-Präsident Barack Obama will der Aufsichtsbehörde CFTC mehr Geld zur Verfügung stellen. Das Budget der CFTC solle 2011 um 28 Prozent auf 216 Millionen Dollar steigen, heißt es im US-Haushaltsentwurf. Der größte Teil der zusätzlichen Mittel sei für neue Informationssysteme und weitere Mitarbeiter vorgesehen. Die Behörde überwacht den Handel mit Finanz-, Energie-, Agrar- und Metallfutures.

Die Obama-Administration will Derivatehandel stärker regulieren und zieht damit Lehren aus der Finanzkrise. Dabei solle sichergestellt werden, dass die Marktteilnehmer ihre Geschäfte über zentrale Abrechnungsstellen abwickeln und die Transparenz erhöht wird. Zudem soll die CFTC die Möglichkeit erhalten, Limits im außerbörslichen Handel zu setzen. Der Kongress muss den Haushaltsplan verabschieden.

Der Handel mit außerbörslichen Derivaten umfasst weltweit ein Volumen von 450 Billionen Dollar. Die von traditionellen Anlageformen abgeleiteten außerbörslichen Finanzinstrumente sind nicht standardisiert und werden direkt zwischen den Marktteilnehmern gehandelt. Das heißt, dass es an Transparenz mangelt und in der Regel keine zentrale Verrechungsstelle Ausfallrisiken auffängt.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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