Wirtschaft

150 Flüge gestrichen Ryanair-Piloten streiken

Der irische Billigflieger hält den Arbeitskampf seiner Piloten und Flugbegleiter in Deutschland für unnötig. Dennoch startet der Ausstand, der 24 Stunden laufen soll. Verdi spricht von einer "hohen Streikbereitschaft".

Piloten und Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland sind in den Streik getreten. Der Ausstand begann 3.01 Uhr und sollte 24 Stunden andauern. Der irische Billigflieger strich 150 der etwa 400 für Mittwoch geplanten Verbindungen von und nach Deutschland und bot betroffenen Kunden alternative Flüge an. Annulliert wurden etwa 20 der insgesamt 56 Ryanair-Flüge auf dem Flughafen Köln-Bonn, wie der Flughafen mitteilte.

Auf dem Flughafen Frankfurt fielen nach Angaben einer Vertreterin der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fünf von zehn Ryanair-Flügen aus. Bis zu 50 Beschäftigte folgten demnach am Morgen dem Streikaufruf an dem Airport.

Verdi: "hohe Streikbereitschaft"

Eine Verdi-Vertreterin auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld sprach von einer "hohen Streikbereitschaft". Demnach fanden sich am frühen Morgen bereits viele Beschäftigte zu dem Ausstand am Airport ein.

Zum Streik aufgerufen hatten die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und Verdi. Sie fordern für die Piloten und Flugbegleiter bessere Arbeitsbedingungen sowie mehr Gehalt. Verhandlungen zwischen den Tarifparteien brachten in den vergangenen Wochen keine Einigung.

Ryanair bezeichnet die Streiks als unnötig und verweist auf laufende Verhandlungen mit den Gewerkschaften. Der irische Billigflieger drohte am Dienstag mit einem Stellenabbau in Deutschland, sollte es weitere Arbeitskampfmaßnahmen geben.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

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