Wirtschaft
Dienstag, 28. September 2010

Schleppende Kapitalerhöhung: Sky bleibt auf Aktien sitzen

(Foto: picture alliance / dpa)

Der chronisch defizitäre Bezahlfernsehsender Sky ist bei seiner Kapitalerhöhung vielen Aktien nicht losgeworden. Nur rund 169 Millionen statt der anvisierten 270 Millionen neuen Papiere hätten Abnehmer gefunden, teilte das Münchner Unternehmen mit.

Platziert wurden die Aktien zum Preis von 1,05 Euro. Gut 35 Prozent der Papiere wurden den Angaben zufolge an Investoren verkauft, knapp 65 Prozent an Hauptaktionär Rupert Murdoch und seinen Konzern News Corp, der damit nun 49,9 Prozent am Grundkapital von Sky Deutschland hält. Es ist Murdochs vierte Geldspritze seit seinem Einstieg 2008.

Sky hatte im August angekündigt, durch die Ausgabe neuer Aktien und einen Kredit insgesamt 340 Millionen Euro einnehmen zu wollen. Durch die Kapitalerhöhung fließen dem Konzern nun 177,4 Millionen Euro zu.

Murdoch steigt in die Bütt

Dem MDax-Unternehmen zufolge wurde jedoch vereinbart, dass News Corp vorbehaltlich bestimmter Bedingungen bis Ende Januar 2011 den verbleibenden Betrag von 162,6 Millionen Euro bereitstellt - entweder durch eine Wandelanleihe oder durch die Bereitstellung eines Gesellschafterdarlehns.

Das Geld will der Bezahlfernsehsender ins Programm und ins Marketing stecken, um neue Zuschauer zu locken. Seit der Umbenennung von Premiere in Sky im Sommer 2009 stagnieren die Abo-Zahlen.

Quelle: n-tv.de