Wirtschaft

Wenn die Kanonen donnern ... Softbank will Uber zum Schnäppchenpreis

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Trotz oder gerade wegen der Negativschlagzeilen von Uber will Softbank groß einsteigen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der US-Fahrdienstleister Uber wurde unlängst auf mehr als 68 Milliarden Dollar taxiert. Allerdings kämpft das Unternehmen auch mit einem angekratzten Image. Für den japanischen Softbank-Konzern könnte sich genau das auszahlen.

Der japanische Telekomkonzern Softbank will einem Insider zufolge Anteilsscheine des US-Mitfahrdiensts Uber mit einem deutlichen Abschlag erwerben. Softbank schwebe bei den Papieren eine Preisvorstellung vor, die 30 Prozent unter der aktuellen Bewertung Ubers liege, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Softbank könnte bis zu 17 Prozent an Uber kaufen.

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Eine zweite Person erklärte, dass sich die Offerte Softbanks im Rahmen dessen bewege, was Investoren erwartet hätten. Softbank dürfte zudem eine separate Investition in Uber im Volumen von einer Milliarde Dollar auf Basis der jüngsten Bewertung tätigen. Uber war zuletzt auf 68,5 Milliarden Dollar taxiert worden.

Uber-IPO bis Herbst 2019

Softbank hatte vor kurzem mitgeteilt, dass eine Beteiligung erwogen werde, aber eine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen worden sei. Der Aktienpreis und die Anzahl der Anteilsscheine, die Softbank erwerben könne, müssten "zufriedenstellend" sein.

Softbank hatte als Führer eines Konsortiums bereits im August Interesse an einer Investition angemeldet. Bei dem Fahrdienstvermittler ist bereits der Weg für einen Einstieg freigeräumt worden. Uber gilt mit der jüngsten Bewertung von 68,5 Milliarden Dollar als das teuerste von Finanzinvestoren gestützte Unternehmen der Welt und strebt bis zum Herbst 2019 einen Gang an die Börse an.

Softbank wiederum hat sich in jüngster Zeit einen Namen als Geldgeber für Technologieunternehmen gemacht und ist unter anderem am Uber-Konkurrenten Didi und der indischen Taxi-App Ola beteiligt.

Uber hatte vor kurzem eingeräumt, Hackern zur Vertuschung eines massiven Diebstahls von Kundendaten Geld gezahlt zu haben. Im Oktober 2016 wurden Uber zufolge persönliche Informationen von rund 57 Millionen Nutzerkonten gestohlen. Um die Hacker zum Schweigen zu bringen, nahm das Unternehmen der Welt 100.000 Dollar in die Hand.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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