Wirtschaft

Banken-Herabstufung und Rezession Spanien kommt nicht zur Ruhe

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Faule Papiere belasten die Banco Santander.

(Foto: dpa)

Standard & Poor's schickt einen weiteren Warnschuss in Richtung Spanien und senkt das Rating der Großbanken BBVA und Santander. Die Geldinstitute leiden unter dem Zusammenbruch des heimischen Immobilienmarkts. Die spanische Wirtschaft schrumpft im ersten Quartal und rutscht damit in die Rezession.

Nach einer weiteren Ende der vergangenen Woche hat die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) auch die Einstufung für zahlreiche Banken des Krisenlandes gesenkt. Die Bonitätsnoten für die beiden Großbanken BBVA und Banco Santander wurden dabei ebenfalls um zwei Stufen reduziert.

Die langfristigen Schulden der Banco Santander werden laut S&P mit der Note "A-" und damit etwas besser als die Verbindlichkeiten Spaniens eingestuft. BBVA habe jetzt mit "BBB+" die gleiche Bewertung wie Spanien.

Die spanischen Geldinstitute leiden unter dem Zusammenbruch des heimischen Immobilienmarkts und gelten derzeit als einer der größten Problemfälle innerhalb der europäischen Schuldenkrise. Der Sektor ist geprägt von den beiden Großbanken sowie zahlreichen kleineren Instituten, die größtenteils regional tätig sind. Zudem hat das südeuropäische Land einen großen Sparkassensektor. Von den vielen Sparkassen mussten in der Schuldenkrise bereits einige Institute vom Staat gerettet werden. Der gesamte Bereich soll größtenteils neu sortiert werden.

Nun offiziell in der Rezession

Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone ist . In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres sank die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent, wie das spanische Statistikamt im Madrid mitteilte. Im Schlussquartal 2011 war die spanische Wirtschaft erstmals seit Ende 2009 wieder geschrumpft. Das Minus lag ebenfalls bei 0,3 Prozent. Damit ist die gängige Definition für eine Rezession - zwei Quartale mit negativen Wachstumsraten in Folge - nunmehr erfüllt.

Vor einer Woche hatte bereits die Notenbank Spaniens eine Vorabschätzung für das Wachstum im ersten Quartal veröffentlicht. Die Notenbanker waren allerdings zu einem etwas schwächeren Ergebnis als die Statistiker gekommen. Die Notenbank hatte eine Rate von minus 0,4 Prozent ermittelt. "Ein starker Absturz hätte uns den Tag verderben können", sagte ein Börsenhändler in Frankfurt. So aber seien die Daten "glücklicherweise ein Non-Event".

Quelle: ntv.de, dpa/DJ

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