Wirtschaft

Berichte über Belästigungen Spielekonzern räumt in Führungsetage auf

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Ubisoft-Chef Yves Guillemot will die "Unternehmenskultur verbessern und stärken".

(Foto: Reuters)

Ubisoft ist einer der weltgrößten Produzenten von Videospielen. Nachdem Angestellte über "moralische und sexuelle Belästigung" klagen, zieht der Hersteller von "Assassin's Creed" Konsequenzen. Drei hochrangige Mitarbeiter müssen gehen.

Nach Vorwürfen von sexueller Belästigung und unangemessenem Verhalten verlieren mehrere Führungskräfte beim französischen Spiele-Entwickler Ubisoft ihren Job. Die Veränderungen in der Führungsetage sollen zu einer "Verbesserung der Unternehmenskultur" führen, hieß es in einer Mitteilung.

Die Veränderungen folgten auf eine Untersuchung, die das Unternehmen als Reaktion auf Vorwürfe von Fehlverhalten durchgeführt habe. Chief Creative Officer Serge Hascoët, der Geschäftsführer des kanadischen Studios von Ubisoft, und die globale Personalleiterin Cécile Cornet haben demnach ihre Ämter niedergelegt.

"Ubisoft war nicht in der Lage, seinen Mitarbeitern eine sichere und integrative Arbeitsumgebung zu garantieren. Dies ist nicht akzeptabel", erklärte Ubisoft-Chef Yves Guillemot laut Mitteilung. "Toxisches Verhalten" stehe im Widerspruch zu den Werten des Unternehmens. "Ich bin entschlossener denn je, tiefgreifende Veränderungen durchzuführen, um unsere Unternehmenskultur zu verbessern und zu stärken." In der französischen Zeitung "Libération" berichteten mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anonym von moralischer und sexueller Belästigung.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa