Wirtschaft

Adaption als Strategie Spotify übersetzt immer mehr Podcasts

Der Musikdienst Spotify hat Quartalszahlen vorgelegt.

Der weltgrößte Musikstreaming-Anbieter Spotify hat zum Jahresstart neue Nutzer gewonnen und mehr erwirtschaftet.

(Foto: Fabian Sommer/dpa)

Der Streamingdienst Spotify geht dazu über, erfolgreiche Podcast-Konzepte auch in andere Sprachen zu übersetzen. Solche Adaptionen sind laut dem Konzern sehr erfolgreich. Unter einer Voraussetzung.

Der Streamingdienst Spotify übersetzt immer mehr seiner Audio-Podcasts in andere Sprachen. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass solche Adaptionen sehr erfolgreich sind und haben schon viele produziert", sagte die internationale Chef-Strategin für Content und Advertising bei Spotify, Dawn Ostroff.

"Wir adaptierten deutsche Podcasts ins Englische, übersetzten einige englische oder spanische Podcasts in viele andere Sprachen", so Ostroff. Dabei seien zwei Dinge aufgefallen: "Gutes Storytelling bleibt gutes Storytelling, egal in welcher Sprache. Aber man muss im Kontext kultureller Relevanz bleiben. Die kulturellen Bezüge und die Nuancen sind wichtig und müssen erhalten bleiben."

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"Eine unserer erfolgreichsten adaptierten Eigenproduktionen war 'Serial Killer', ein Podcast über Serienmörder", sagte Ostroff. "Die Episoden faszinieren in der ganzen Welt, denn True Crime ist das wichtigste Podcast-Genre, die Leute brennen dafür. Einen weiteren Podcast namens 'Cults' haben wir vom Englischen ins Deutsche adaptiert. Ein anderer dreht sich um das tägliche Horoskop, auch das Format fand viele Fans. Die Idee von 'Talk-O-Mat' hingegen haben wir vom Deutschen ins Englische übernommen."

Bei dem Podcast-Format "Talk-O-Mat" treffen sich zwei Prominente zu einer Art Blind Date im Studio. Die Gesprächsthemen gibt ihnen eine Roboterstimme vor. Das Format "Caso 63" habe Spotify hingegen aus dem Spanischen adaptiert, so Ostroff: "Ein Science-Fiction-Thriller, der sich zur Nummer Eins auf dem spanischsprachigen Markt entwickelte. Wir haben ihn nach Indien gebracht, wo er auch Nummer Eins wurde, daher übertragen wir ihn jetzt auch ins Englische und andere Sprachen."

Erlöse über den Erwartungen

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Der weltgrößte Musikstreaming-Anbieter Spotify hat zum Jahresstart neue Nutzer gewonnen und mehr erwirtschaftet. Die Erlöse hätten im ersten Quartal um fast ein Viertel auf 2,66 Milliarden Euro zugelegt, teilte das schwedische Unternehmen Ende April mit. Das lag über den Erwartungen von Analysten. Vor allem im Werbegeschäft lief es rund. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer kletterte um 19 Prozent auf 422 Millionen weltweit - davon sind inzwischen 182 Millionen zahlende Premiumkunden, die auch den größten Teil zum Umsatz beitragen.

Im laufenden Quartal will Spotify die Zahl der Nutzer auf 428 Millionen steigern - auch nach der Schließung der russischen Aktivitäten. Spotify investiert seit einiger Zeit Milliarden in Podcasts und wächst in diesem Bereich stark. Trotz massiver Kritik hält Firmenchef Daniel Ek nach dessen rassistischen Äußerungen am beliebten US-amerikanischen Podcaster Joe Rogan fest.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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