Produktion soll deutlich wachsenTesla will in Grünheide wieder im großen Stil einstellen

Nachdem zuletzt Arbeitsplätze in der Brandenburger Gigafactory wegfielen, soll die Zahl nun wieder steigen. Denn Teslas Model Y kommt bei den Kunden an. Auch Leiharbeiter können sich deshalb freuen.
Der US-Elektroautobauer Tesla will die Zahl der Beschäftigten in seinem einzigen europäischen Autowerk in Grünheide bei Berlin kurzfristig um 1000 aufstocken. Das teilte das Unternehmen mit. Damit würden dort 11.700 Menschen arbeiten. Tesla begründet die Steigerung mit gestiegener Nachfrage. Vor etwas mehr als zwei Jahren arbeiteten dort noch rund 12.400 Beschäftigte.
"Die Geschäftsführung der Gigafactory Berlin-Brandenburg hat heute bekannt gegeben, dass sie bis Ende Juni 1000 neue Arbeitsplätze schaffen wird, um die Wochenproduktion ab dem dritten Quartal um circa 20 Prozent zu steigern", erklärte Tesla. Erste Einstellungen seien schon ab Mai geplant. "Dies ist eine direkte Reaktion auf die gestiegene Nachfrage nach dem Model Y."
Tesla baut in der Anlage seinen Bestseller Model Y. Derzeit laufen dort rund 5.000 Autos pro Woche vom Band. Wenn die Produktionspläne umgesetzt werden, wären es 6.000. Nach einem herben Einbruch vor Jahresfrist zieht der Absatz bei Tesla inzwischen wieder an. Im ersten Quartal setzte das Unternehmen weltweit 341.893 Fahrzeuge der Modelle 3 und Y ab, das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahr.
In Grünheide will Tesla nach eigenen Angaben außerdem voraussichtlich rund 500 Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer im Laufe des Jahres in feste, unbefristete Arbeitsverhältnisse übernehmen. Unabhängig davon habe die Suche nach mehreren Hundert neuen Beschäftigten für die Batteriezellfertigung begonnen, die in der ersten Jahreshälfte 2027 starten soll.
Die Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg öffnete vor rund vier Jahren. Tesla-Chef Elon Musk will die Fabrik massiv ausbauen und nach eigenen Angaben "wahrscheinlich den größten Fabrikkomplex in Europa daraus machen". Der Ausbau lag wegen der Marktlage bisher in Wartestellung.
US-Präsident Donald Trump hatte eine US-Steuervergünstigung auslaufen lassen. Danach fielen die weltweiten Auslieferungen von Tesla kräftig. Der Elektroautobauer setzt nun verstärkt auf Roboter und Robotaxis. Das Unternehmen rechnet damit, dass sein fortgeschrittenes Fahrassistenzsystem, das Fahrern weitgehend die Steuerung abnehmen soll, in den kommenden Monaten in der ganzen EU zugelassen wird.