Wirtschaft

Teurer Strafzoll Tesla fordert Ausnahme für Model 3

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Ohne Teile aus China fährt sie nicht: Teslas neue Limousine Model 3.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die Bordcomputer für Teslas Model 3 kommen immer noch aus China - trotz des Sonderzolls von 25 Prozent. Man habe einfach keinen anderen Produzenten gefunden, sagt der Autobauer. Jetzt bittet er um Entgegenkommen.

Der Elektroauto-Hersteller Tesla bittet die Regierung von US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China um Ausnahmen. Konkret geht es um den in China gefertigten Bordcomputer für die neue Limousine Model 3, laut Tesla das "Gehirn des Fahrzeugs". Auf dieses Teil gilt seit August ein Sonderzoll von 25 Prozent.

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Der US-Konzern betonte in seiner bislang nicht öffentlich bekannten Anfrage an die Trump-Regierung, dass der Sonderzoll in diesem Fall Tesla wirtschaftlich schaden könne. Er erhöhe die Kosten und gehe damit zulasten der Rentabilität. Auch der US-Branchenprimus GM ist vom Handelsstreit der beiden größten Wirtschaftsmächte betroffen und warnt vor einer Eskalation.

Tesla baut den aus China eingeführten Bordcomputer in seinem Werk im kalifornischen Fremont in die Autos ein. Es sei kein anderer Lieferant gefunden worden, der die spezifischen Anforderungen erfülle und ausreichend schnell und mit der geforderten Stückzahl liefern könne. Ein Umstieg hätte das Projekt um 18 Monate verzögert. Außerdem könne er zu einer schlechteren Qualität führen.

Tesla wollte sich zunächst nicht zu den Anträgen äußern. Die anderen Autobauer haben bislang keine Antwort der Trump-Regierung auf ihre Forderungen nach Ausnahmen bekommen. General Motors hatte bereits im August beantragt, den Sonderzoll auf sein in China gefertigtes Modell Buick Invision zu erlassen.

Quelle: n-tv.de, ino/rts

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