Wirtschaft

Hotel-Imperium wächst weiter Trump-Familie gründet neue Hotelkette

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Die Geschäfte der Trumps stehen immer wieder wegen möglicher Interessenkonflikte in der Kritik.

imago/ZUMA Press

In einem Trump-Hotel zu übernachten, ist nicht günstig. Zu den bekannten Luxusunterkünften sollen nun Angebote für den schmaleren Geldbeutel hinzukommen. Die neue Mittelklasse-Kette soll bereits in wenigen Monaten eröffnen.

Die Trump-Familie expandiert weiter. Neben der Luxushotelkette Trump Hotels ist eine neue Mittelklasse-Hotelkette geplant, die sich "American Idea" nennt, wie die Trump Organization mitteilte. Die ersten Hotels sollen in Mississippi entstehen. Die Idee für die neue Kette sei bei Reisen durch die Vereinigten Staaten während des Präsidentschaftswahlkampfes entstanden. Donald Trump Junior und sein Bruder Eric hätten dabei einen "American-Crashkurs" bekommen. Dabei hätten sie so "viele Plätze, Städte und Geschichten gesehen", sagte Trump junior.

Zudem werde das Portfolio derzeit um die Vier-Sterne-Kette Scion erweitert. Das erste Haus befindet sich bereits ebenfalls in Mississippi im Bau. Scion ist für US-Städte angedacht, die einen gehobenen Standard unterstützen, aber kein Trump-Luxusanwesen anbieten können.

Experten kritisieren Interessenkonflikt

Die American-Idea-Häuser sollen als Franchise der Chawla-Hotels betrieben werden. Die Scion Hotels in Cleveland und Mississippi werden komplett neu gebaut. Die American-Idea-Häuser hingegen werden umgebaut und sollen in sieben bis acht Monaten eröffnen. Vor allem auf Geschäftsreisende und Touristen zielt die Hotelkette ab, sagte der Chef der Chawla-Kette, Dinesh Chawla.

Die Geschäfte der Trumps sorgen wegen möglicher Interessenkonflikte immer wieder für Argwohn. Besonders diskutiert wird dabei ein Hotel in Washington, das auch von ausländischen Staatsgästen genutzt wird.

Die Trump Organization, in der Hunderte zum Firmen-Imperium gehörende Unternehmen gebündelt sind, wird seit Donald Trump US-Präsident ist, von dessen Söhnen Donald junior und Eric geführt. Kritiker bemängeln trotzdem eine unzureichende Abgrenzung zwischen Politik und Geschäften, da Entscheidungen weiterhin im Kreise der Familie getroffen werden können.

Quelle: n-tv.de, vck/dpa

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