Wirtschaft

ZTE leidet unter US-Strafen Trump will chinesisches Unternehmen retten

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ZTE kommt durch einen Bann der USA in die Bredouille.

(Foto: AP)

Der amerikanische Staatschef bringt wegen seines protektionistischen Kurses einen Großteil der Welt gegen sich auf. Nun will er aber eine chinesische Firma retten, die wegen US-Sanktionen vor der Pleite steht. Aus nicht ganz uneigennützigen Gründen.

US-Präsident Donald Trump will sich ungeachtet der massiven Spannungen in Handelsfragen mit China an der Rettung des chinesischen Telekommunikationsunternehmens ZTE beteiligen. Gemeinsam mit Chinas Präsident Xi Jinping arbeite er an einer Lösung, schrieb Trump auf Twitter.

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"Das Handelsministerium wurde angewiesen, das hinzukriegen", schrieb Trump weiter. Ansonsten gingen zu viele Arbeitsplätze in China verloren, argumentierte der Präsident. Allerdings gibt es auch massive Interessen von US-Unternehmen, die mit ZTE zusammenarbeiten. So liefert etwa das US-Unternehmen Qualcomm die Chips für ZTE-Smartphones.

Die USA und China befinden sich derzeit in einem massiven Handelskonflikt. Trump drohte Peking mit Strafmaßnahmen in Form von Zöllen und anderen Handelsrestriktionen in Höhe von bis zu 150 Milliarden US-Dollar.

ZTE hatte zuvor mitgeteilt, seinen Geschäftsbetrieb in wesentlichen Teilen einstellen zu müssen. Dafür werden Berichten zufolge Strafen der USA in Folge von Sanktionsverstößen verantwortlich gemacht. ZTE soll falsche Angaben über Verbindungen nach Nordkorea und Iran gemacht haben. ZTE beschäftigt rund 70.000 Mitarbeiter und liefert vor allem Infrastruktur für den Mobilfunkbetrieb.

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Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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