Wirtschaft
Mittwoch, 10. Oktober 2018

"Wir entfesseln Kraft von E15": Trump will mehr Ethanol-Benzin

Die US-Kongresswahl steht vor der Tür und den Republikanern drohen Verluste. US-Präsident Trump wirbt daher bei den Bauern - und gibt einer ihrer Forderungen nach. Mit seiner Entscheidung stellt er sich gegen die Umweltbehörde EPA.

US-Präsident Donald Trump erfüllt weniger als einen Monat vor der Kongresswahl die Forderung von Bauern nach mehr Ethanol-Benzin. Trump wolle das landesweite Verbot des Einsatzes von Benzin mit einem Ethanol-Anteil von 15 Prozent (E15) im Sommer aufheben, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter.

Da Ethanol in den USA billiger als Rohöl ist, könnte dank E15 der Benzinpreis sinken.
Da Ethanol in den USA billiger als Rohöl ist, könnte dank E15 der Benzinpreis sinken.(Foto: REUTERS)

Die Vorschrift der Umweltbehörde EPA soll die Smog-Gefahr senken. "Meine Regierung schützt Ethanol. Heute entfesseln wir der Kraft von E15, um unser Land das ganze Jahr lang anzutreiben", so Trump in Iowa, einem der großen landwirtschaftlich geprägten Bundesstaaten.

Da Ethanol in den USA billiger ist als Rohöl, könnte die Maßnahme zu einem niedrigeren Benzinpreis beitragen. Dieser liegt jetzt der American Automobile Association zufolge mit 2,91 US-Dollar je Gallone (0,67 Euro je Liter) gut 40 Cent höher als im Vorjahr. Der Ölpreis ist unter anderem wegen der US-Sanktionen gegen den Iran gestiegen.

Der größere Einsatz von E15 ist Gegenstand eines langwierigen Streits zwischen der Öl- und Agrar-Industrie. Beide Branchen stehen für wichtige Wählergruppen des Präsidenten, Landwirte und Arbeiter. In den USA finden am 6. November Kongresswahlen statt, bei denen Trumps Republikanern der Verlust der Mehrheit in mindestens einer Kammer droht.

Quelle: n-tv.de