Wirtschaft

Ölförderung in Naturschutzgebiet US-Regierung stellt Fahrplan vor

In Alaska sollen enorme Vorkommen an Öl und Gas lagern. Über eine mögliche Ausbeutung wird in der US-Politik seit Jahrzehnten gestritten. Geht es nach der Trump-Regierung, ist damit nun Schluss: Ende des Jahres sollen erste Bohrlizenzen versteigert werden.

Die US-Regierung stellt die Weichen für die Förderung von Öl und Erdgas in einem arktischen Naturschutzgebiet in Alaska. Das Innenministerium stellte einen Fahrplan dafür vor. Er rechne damit, dass erste Bohrrechte zum Jahresende versteigert werden könnten, sagte Innenminister David Bernhardt dem "Wall Street Journal".

Die Ausbeutung wurde zusammen mit der Steuerreform 2017 von dem damals von Republikanern beherrschten Kongress beschlossen. Das Innenministerium wurde beauftragt, die Rahmenbedingungen dafür festzulegen.

Nach den am Montag vorgestellten Plänen sollen in bis zu acht Prozent des Arctic National Wildlife Refuge im Nordosten Alaskas Bohrungen zugelassen werden. In dem Gebiet werden erhebliche Vorkommen von Öl und Gas vermutet, über eine mögliche Ausbeutung wird seit Jahrzehnten gestritten. Gemäß der Kongress-Entscheidung sollen erste Bohrrechte bis Ende 2021 verkauft werden. Zugleich ist mit Widerstand von Umweltschützern gegen die Förderung zu rechnen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa