Wirtschaft
Italiens größte Bank UniCredit kämpft sich aus der Rezession.
Italiens größte Bank UniCredit kämpft sich aus der Rezession.(Foto: AP)
Dienstag, 11. März 2014

Aktie legt deutlich zu: UniCredit mit 14 Milliarden Euro Verlust

Hohe Abschreibungen auf Firmenwerte und Rückstellungen für faule Kredite - die italienische Großbank Unicredit versinkt tief in den roten Zahlen. Nach der Talfahrt versprüht das Institut allerdings Optimismus und stellt satte Gewinne in Aussicht. Die Anleger zeigen sich erfreut.

Die italienische Großbank UniCredit ist im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Nach Angaben der HVB-Mutter fiel wegen Abschreibungen auf Firmenwerte sowie zusätzlichen Rückstellungen für faule Kredite ein Verlust von 14 Milliarden Euro an. Diese Sonderlasten kommen unerwartet, denn allgemein war mit einem Gewinn von gut 916 Millionen Euro gerechnet worden.

Dieses Jahr soll es allerdings wieder aufwärts gehen. Das Mailänder Institut kalkuliert mit einem Gewinn von rund zwei Milliarden Euro. An der Börse stiegen UniCredit-Aktien um mehr als vier Prozent. Die Wertberichtigungen in der Bilanz wurden im vierten Quartal gebucht, sodass allein in den letzten drei Monaten des Jahres ein Minus von 15 Milliarden Euro entstand. Komplett sei unter anderem der Firmenwert auf Aktivitäten in Italien und Österreich abgeschrieben worden.

Größte Bank Italiens kämpft gegen Rezession

UniCredit ist die größte Bank Italiens. Das Land kämpft sich gerade mühsam aus der längsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg heraus. Viele Verbraucher und Firmen können ihre Schulden derzeit nicht zurückzahlen. Die Rückstellungen für faule Kredite summierten sich bei der UniCredit 2013 auf 13,7 Milliarden Euro. Das ist mehr als drei Mal so viel, als Analysten erwartet hatten. Die UniCredit versucht damit vor dem EZB-Stresstest, ihre Bilanz aufzuräumen.

Die Münchner HVB, bei der das Investmentbanking der Gruppe gebündelt ist, ist seit Jahren eine wichtige Stütze von UniCredit. In den ersten neun Monaten fuhr die HVB einen Vorsteuergewinn von 1,6 Milliarden Euro ein. Die Zahlen für 2013 wird die Bank in Kürze vorlegen. Vor einem Jahr hatte die HVB eine Sonderdividende nach Mailand überwiesen, um die Kapitaldecke der UniCredit zu stärken. Die Italiener sehen allerdings derzeit keinen Bedarf, frisches Kapital aufzunehmen. Das dürfte in München für Erleichterung sorgen.

Quelle: n-tv.de

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