Wirtschaft

Weniger Umsatz, weniger Gewinn Verizon spürt den Wettbewerb

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Schwergewicht im US-Mobilfunktmarkt: Das Logo von Verizon, hier an einem Einkaufszentrum in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien.

(Foto: REUTERS)

Der Zwischenbericht zur Geschäftslage strotzt nicht gerade vor Zuversicht: Inmitten der durch einen Hackerangriff ausgebremsten Verhandlungen zur Übernahme von Yahoo muss der Mobilfunkriese Verizon schwache Zahlen vorlegen.

Der US-Konzern Verizon hat im dritten Quartal weniger verdient und umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Belastet wurde das Ergebnis des zweitgrößten Telekommunikationsunternehmens in den USA unter anderem vom zunehmenden Wettbewerb auf dem US-Mobilfunkmarkt. Im frühen Handel verliert die Verizon-Aktie 2,3 Prozent auf 49,20 Dollar.

Der Nettogewinn brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 10 Prozent auf 3,62 Milliarden Dollar ein, wie der Konkurrent der Telekom-Tochter T-Mobile US mitteilte. Je Aktie verdiente Verizon nur noch 0,89 nach 0,99 Dollar je Anteil, bereinigt 1,01 (Vorjahr 1,04) Dollar je Anteil.

Insgesamt fielen die Zahlen durchmischt aus: Der Umsatz sank um 6,7 Prozent auf 31 Milliarden Dollar. Im Vorfeld befragte Analysten hatten dem Unternehmen im Schnitt etwas stärkere Erlöse in Höhe von 31,1 Milliarden Dollar zugetraut. Beim bereinigten Gewinn konnte Verizon dafür die Erwartungen am Markt leicht übertreffen: Hier hatten die Beobachter im Schnitt nur mit 0,99 Dollar je Aktie gerechnet.

Bleibt es beim Yahoo-Einkauf?

Für skeptische Analysten besonders bedenklich sind die Entwicklungen bei der Neukundengewinnung: Die Kundenbasis im Mobilfunkgeschäft erweiterte Verizon in den drei Monaten per Ende September lediglich um 442.000 Vertragskunden, ein Rückgang um 66 Prozent.

Die größte Aufmerksamkeit dürften Investoren allerdings weniger auf die Zahlen als auf die strategischen Perspektiven legen. Erwartet wird, dass sich Verizon nach der Vorlage des Zwischenberichts auch zur geplanten Übernahme des Kerngeschäfts von Yahoo äußern wird. Nach Bekanntgabe eines massiven Hackerangriffs auf den Internetpionier Yahoo waren die Kaufverhandlungen zwischen Verizon und Yahoo ins Stocken geraten. Ursprünglichen Plänen zufolge wollte Verizon Yahoo zum Preis von etwa 4,8 Milliarden Dollar (rund 4,3 Milliarden Euro) übernehmen.

Quelle: n-tv.de, mmo/DJ

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