Wirtschaft

Leichte Gewinne in New York Wall Street feiert das Pluszeichen

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Die USA erwarten positive Arbeitsmarktzahlen am Freitag.

(Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Wire)

Während der Dax nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage eine Verschnaufpause einlegt, gibt es beim Dow Jones noch Luft nach oben. Der US-Index markiert klar im Plus, Nasdaq und S&P500 erreichen Höchststände. Die Aussicht auf gute Arbeitsmarktzahlen gibt Aufwind.

Trotz eines starken Anstiegs der Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist es an den US-Börsen eher etwas verhalten zugegangen. Am Vortag hatte der S&P-500-Index allerdings auch bereits sein 33. Rekordhoch in diesem Jahr markiert, sodass eine Verschnaufpause nicht überraschte.

Wie es für den Dax lief, lesen Sie hier.

S&P 500
S&P 500 4.472,89

Der am Vortag zurückhängende Dow-Jones-Index legte um 0,6 Prozent zu auf 34.504 Punkte, gestützt von Schwergewicht Boeing, das sich nach den Verlusten der vergangenen Tage um 1,6 Prozent erholt. Der S&P-500 schloss 0,1 Prozent höher, während der Nasdaq-Composite 0,2 Prozent abgab. Dabei verzeichneten 1966 (Dienstag: 1498) Titel Kursgewinne, während 1413 Verlierer (1779 am Vortag) gesehen wurden und 116 Titel unverändert schlossen (196 am Vortag).

Laut dem ADP-Arbeitsmarktbericht wurden im Juni deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet. Der Bericht gilt vielen Marktteilnehmern als eine Art Vorläufer für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Allerdings sank der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago im Juni überraschend deutlich.

Nach Aussage des US-Notenbankers Robert Kaplan entsprach der ADP-Bericht den Erwartungen. Er rechne mit einem weiteren, aber nicht explosionsartigen Beschäftigungsaufbau, so der Präsident der Federal Reserve Bank of Dallas im Gespräch mit "Bloomberg". Die Unsicherheit wegen der Inflationsentwicklung werde andauern und es gebe Hinweise darauf, dass die Inflation in die Breite der Wirtschaft vordringe, doch dürfte sich der Preisauftrieb bis zum kommenden Jahr auf 2,4 Prozent abschwächen. Kaplan sprach sich dafür aus, noch vor Ende dieses Jahres mit dem Zurückfahren der Anleihekäufe zu beginnen.

Marktzinsen geben leicht nach
Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 15.181,92

Vom Rentenmarkt kam kein Störfeuer. Dort herrschte auch nach den robusten ADP-Zahlen relative Ruhe, die Renditen gaben leicht nach, nachdem sie zuletzt bereits trotz der Spekulationen über eine möglicherweise drohende straffere Geldpolitik kaum Anzeichen gemacht hatten, nachhaltig nach oben zu laufen. Nachlassende Inflationssorgen hatten zuletzt maßgeblich zur Aktienrally beigetragen.

Anwiti Bahuguna, Senior Portfolio Manager bei Threadneedle, will in der Entwicklung am Anleihemarkt nachlassendes Vertrauen der Anleger in die Erholung der Wirtschaft erkennen. Seit die Fed kürzlich erste Zinserhöhungen schon 2023 ins Spiel gebracht habe, hätten die Anleger Titel mit kürzeren Laufzeiten verkauft und dafür länger laufende Papiere gekauft. Am kurzen Ende der Zinskurve seien die Renditen gestiegen, am langen Ende aber gesunken. Das lege nahe, dass der Markt davon ausgehe, dass der Wachstumszyklus früher als bislang erwartet enden werde, fügte sie hinzu.

Der US-Dollar zeigte sich nach den starken ADP-Daten fester, der US-Dollar-Index lag 0,3 Prozent im Plus, der Euro notierte klar unter 1,19 US-Dollar. Der Goldpreis legte trotz des etwas festeren Dollars leicht zu. Hier stützten die gesunkenen Anleiherenditen. Die Ölpreise tendieren fester, nachdem die staatliche Energy Information Administration eine überraschend deutliche Abnahme der US-Rohölvorräte gemeldet hat.

Quelle: ntv.de, vpe/DJ

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