Wirtschaft

Optimismus in Wismar Wird German Pellets gerettet?

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Im Fall von German Pellets könnte dieser Spruch zutreffen. Nach Angaben der Insolvenzverwalterin gibt es mehrere Übernahmeangebote. Zum Verkauf stehe zunächst das Kerngeschäft.

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(Foto: dpa)

Der insolvente Brennstoffhersteller German Pellets kann aller Voraussicht nach weitermachen. Es lägen Übernahmeangebote von mehreren deutschen und ausländischen Investoren vor, die eine Sanierung und Fortführung ermöglichten, erklärte Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde, ohne Namen zu nennen.

Nun werde mit den aussichtsreichsten Bietern weiter verhandelt, um German Pellets baldmöglichst an einen neuen Eigentümer zu übergeben. Zum Verkauf steht zunächst das Kerngeschäft mit drei Standorten in Deutschland.

Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge gilt der Rohstoffverarbeiter Rettenmaier aus dem schwäbischen Rosenberg bei Aalen als Favorit. Zweiter Kandidat sei der Papierhersteller Zellstoff Rosenthal, der dem Finanzinvestor Mercer International gehört. Der Verkauf werde einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag bringen.

Ein Sprecher Schmuddes wollte sich dazu nicht äußern. Seine Chefin hatte einen Abschluss bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Mai angepeilt. Bei German Pellets stellen rund 650 Mitarbeiter Holzpellets zum Heizen sowie Tierstreu her.

Das Unternehmen aus dem mecklenburgischen Wismar hatte im Februar Insolvenz angemeldet, nachdem die Umschuldung einer zum 1. April fälligen Anleihe misslungen war. Es ist eine der größten Firmenpleiten in Deutschland in diesem Jahr, betroffen ist eine fünfstellige Zahl von Anlegern. Die Zeichner von Genussrechten und hochverzinsten Anleihen dürften nach den Erwartungen der Insolvenzverwalter leer ausgehen.

Der Preis für Pellets war unter Druck geraten, weil der Ölpreis abstürzte. Zwei warme Winter ließen zudem die Nachfrage einbrechen.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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