Der Börsen-Tag100 deutsche Firmen auf Pariser Waffenmesse
Nach dem Scheitern des Kampfjet-Projektes FCAS fordert Deutschlands Rüstungsindustrie-Verband Lehren für künftige Vorhaben. FCAS müsse man zwar abhaken, aber andere europäische Kooperationen seien weiterhin möglich, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, Hans Christoph Atzpodien, der dpa vor der Pariser Rüstungsmesse Eurosatory.
FCAS steht für "Future Combat Air System" (künftiges Luftkampf-System). Deutschland und Frankreich hatten das milliardenschwere Vorhaben 2017 begonnen, aber nicht wesentlich vorangebracht. Unlängst war es für gescheitert erklärt worden.
"Den Gedanken von mehr europäischer Zusammenarbeit wollen und dürfen wir nicht aufgeben", sagte Atzpodien, der frühere Chef der Thyssenkrupp-Marinetochter. "Wir müssen uns nur noch mehr damit befassen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit solche Projekte erfolgreich werden." Dabei gehe es vor allem darum, die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Regierungen und Firmen "im ehrlichen Schulterschluss" zu harmonisieren.