Der Börsen-Tag"2025 wird ein Abenteuer werden"
Die Börsen in Asien notieren in der Nähe eines Dreimonatstiefs. Die Anleger warten auf die Inflationsdaten aus den USA, die die Besorgnis über den Preisdruck entweder lindern oder verschlimmern könnten. Der Inflationsindikator - die US-Kerndaten zu den persönlichen Konsumausgaben - wird im Laufe des Tages erwartet. Die Prognosen gehen derzeit von einem monatlichen Anstieg von 0,2 Prozent für November aus. Der Nikkei steuerte zunächst trotz des Rückenwinds durch einen schwächeren Yen auf seine schlechteste Woche seit Anfang November zu. Am Ende hat er sich dann doch kaum bewegt und blieb fast unverändert bei 38.813,23 Punkten. Der breiter gefasste Topix blieb ebenfalls fast unverändert bei 2.714,98 Zählern.
Die chinesische Zentralbank hat ihre Leitzinsen bei der monatlichen Festsetzung unverändert gelassen. Dies entsprach den Markterwartungen, da sinkende Renditen, schrumpfende Nettozinsmargen und ein schwächer werdender Yuan einer sofortigen geldpolitischen Lockerung derzeit noch im Weg stehen. Der Shanghai Composite gewinnt 0,5 Prozent auf 3.388,22 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,3 Prozent auf 3.956,07 Punkte.
Die Zentralbanken haben international ein ereignisreiches Jahr mit Zinsentscheidungen hinter sich gebracht. "Alles in allem wird deutlich, wie sehr sich die Zentralbanken um die Geopolitik und die Unsicherheit im Jahr 2025 sorgen", sagt James Rossiter, Leiter der globalen Makrostrategie bei TD Securities, und fügt hinzu: "Letztendlich wird die Unsicherheit hoch bleiben, die politischen Schocks werden erheblich sein, und die Märkte werden sich möglicherweise stärker drehen und wenden als in der jüngsten Vergangenheit. Das Jahr 2025 wird ein Abenteuer werden."