Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagÄgypten wirft Staatsfirmen an die Börse

05.06.2026, 10:05 Uhr

Ägypten will nach einer Währungskrise mit dem Börsengang von bis zu vier Staatsfirmen und einem Bürokratieabbau seine Wirtschaft ankurbeln. Das sagte der Minister für Investitionen und Außenhandel, Mohamed Farid Saleh. Geplant seien Reformen, um die Gründung von Unternehmen und die Kapitalbeschaffung sowie die Verfahren für Fusionen und Übernahmen zu vereinfachen.

Das bevölkerungsreichste Land der arabischen Welt erholt sich nur langsam von einer schweren Währungskrise. Dabei hilft ein an Reformen geknüpftes Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) von acht Milliarden Dollar. Dieses sieht eine Liberalisierung des Wechselkurses, eine Straffung der Fiskalpolitik und eine Zurückdrängung des staatlichen Einflusses auf die Wirtschaft vor. Der IWF hatte den Fortschritt bei der Reduzierung des überdimensionierten staatlichen Sektors jedoch als langsamer als erwartet bezeichnet.

Als konkreten Schritt nannte Saleh nun die im März angekündigten Pläne, einen Anteil von bis zu 20 Prozent am Versicherer Misr Life Insurance zu verkaufen. Das war seit mehr als 15 Jahren versprochen worden. Zusätzlich zu den Staatsbetrieben erwarte er in den kommenden zwölf Monaten vier bis fünf Börsengänge von Privatunternehmen.

Quelle: ntv.de