Der Börsen-TagAgrar-Erzeugerpreise steigen - Pfeil bei Kartoffeln geht steil hoch

Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte in Deutschland sind den zweiten Monat in Folge gestiegen. Sie kletterten im Mai um 3,5 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Preise waren im April um 0,1 Prozent gestiegen und damit erstmals seit Juli 2023. Im März waren sie noch durchschnittlich um 2,2 Prozent gefallen, im Februar um 5,8 Prozent und im Dezember 2023 sogar um rund zehn Prozent gesunken. Gemüse insgesamt kostete 5,2 Prozent mehr, dabei stiegen etwa die Preise für Blumenkohl (plus 57,1 Prozent), Kohlgemüse (plus 39,9 Prozent) und Gurken (plus 33,7 Prozent) deutlich. Speisekartoffeln verteuerten sich sogar um fast 53 Prozent.
Nach Beginn des Ukraine-Kriegs waren die Erzeugerpreise im Zuge anziehender Inflation für landwirtschaftliche Waren massiv gestiegen - im September 2022 um gut 39 Prozent. Die Lage auf Herstellerebene kommt meist verzögert bei den Verbrauchern an.