Der Börsen-Tag"Akute Sell-off-Phase ist vorbei"
Auf einen Seitwärtshandel stellen sich Marktteilnehmer an Europas Börsen ein. Neue Zollnachrichten aus den USA gibt es diesmal nicht. Auch an der Wall Street pendelten die meisten Aktien orientierungslos vor sich hin. Selbst innerhalb des Technologiesektors gab es keine klaren Tendenzen.
Sehr starke Wirtschaftsdaten hat China vorgelegt. Ohne den laufenden Zollstreit hätte es deswegen eine Rally bei europäischen Rohstoffaktien gegeben, heißt es im Handel. Denn schon gestern hatte China mit einem dreimal höheren Export von plus 12,4 Prozent geglänzt, nun kämen noch ein höherer BIP-Anstieg von 5,4 Prozent zum Vorjahr hinzu. Die Industrieproduktion im März legte um 7,7 Prozent zu, obwohl nur 5,7 Prozent erwartet wurde, auch der Einzelhandel legte deutlich zu. "Natürlich sind solche Daten zum jetzigen Zeitpunkt ein politisches Signal, aber sie zeigen, dass China nicht aus einer Position der Schwäche in Verhandlungen mit den USA gehen muss", so ein Händler. Daher dürfte es auch keine schnelle Lösung geben.
Die Märkte würden dies aber vor Ostern nicht mehr handeln. "Man merkt deutlich, dass viele Marktakteure schon im Oster-Urlaub sind", kommentiert ein anderer Händler. Die Börsenumsätze gingen deutlich zurück, die Märkte beruhigten sich. Dies zeigten auch die Volatilitätindizes, der VIX in den USA fiel den dritten Tag in Folge und zeitweise unter die 30-Prozentmarke. "Wir denken, man kann jetzt mit Sicherheit sagen, dass die akute Phase des Sell-Offs vorbei ist", heißt es von den Strategen bei Bespoke Investment Group.