Der Börsen-Tag"Alle flüchten in Gold als einzige Alternative"
Der starke Yen belastet die Börse in Tokio. Der Nikkei-Index gibt 1,9 Prozent auf 52.804,51 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 2,1 Prozent niedriger bei 3554,86 Zählern. Die chinesischen Börsen zeigen sich hingegen leicht im Plus. Der Shanghai Composite gewinnt 0,1 Prozent auf 4141,01 Stellen, und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen legt um 0,3 Prozent auf 4715,12 Punkte zu.
Händler verweisen auf die Sorgen vor einer Intervention der japanischen Notenbank Bank of Japan (BOJ), um die Währung zu stützen. Ein stärkerer Yen schmälert die Auslandseinnahmen der stark exportorientierten japanischen Wirtschaft. "Das Interventionsrisiko bleibt bestehen, und die Aussichten sind unklar", sagt die Strategin Maki Sawada von Nomura Securities. "Für Händler ist es in diesem Umfeld schwierig, Positionen einzugehen." Zu den größten Verlierern zählen die Aktien von exportorientierten Unternehmen wie Toyota und Honda, die jeweils mehr als drei Prozent nachgeben.
Zusätzliche Nervosität verursachen geopolitische Unsicherheiten. Die Verhängung weiterer Sanktionen gegen den Iran durch die US-Regierung sowie neue Zolldrohungen von Präsident Donald Trump treiben Anleger in als sicher geltende Häfen wie Gold. Der Goldpreis springr auf ein neues Rekordhoch von über 5000 Dollar je Feinunze. "Die Regierung Trump hat einen dauerhaften Bruch mit der bisherigen Vorgehensweise verursacht, und deshalb flüchten jetzt alle in Gold als einzige Alternative", sagt Kyle Rodda, Marktanalyst bei Capital.com.