Der Börsen-TagAlzchem baut Geschäft mit Sprengstoff aus - Aktie steigt
Das Trostberger Chemieunternehmen Alzchem erweitert die Produktion von Sprengstoff deutlich. Die Kapazitäten für die Herstellung von Nitroguanidin sollten verdoppelt werden, teilte das im SDax gelistete Unternehmen aus Bayern mit. Zu der im Frühjahr für 76 Millionen Euro angekündigten Anlage in Deutschland komme ein Standort für eine weitere Produktionsstätte in den USA. Die Investitionssumme verdopple sich damit in etwa.
Es handle sich um die größte Investition in der Unternehmensgeschichte, sagte Alzchem-Chef Andreas Niedermaier. Die Produktion solle voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2026 aufgenommen werden. Ab 2027 werde der Umsatz mit der Chemikalie in einem oberen zweistelligen Millionenbereich liegen. Dazu seien schon jetzt Lieferverträge mit mehreren Kunden aus dem Rüstungssektor abgeschlossen.
Nitroguanidin ist ein Sprengstoff, der zum einen in der Rüstungsindustrie verwendet werden kann, aber auch als Treibmittel für Airbags oder in Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz kommt. Derzeit steige die Nachfrage nach der Chemikalie insbesondere bei Rüstungsunternehmen deutlich an, sagte Alzchem-Vorstandsmitglied Georg Weichselbaumer.