Der Börsen-TagAnalysten: Abhängigkeit von russischen Rohstoffen weiter hoch
Laut den Rohstoffanalysten der Commerzbank scheint der innenpolitische Konflikt in Russland keine tiefen Spuren an den Rohstoffmärkten hinterlassen zu haben. Dennoch blicken die Experten erneut auf die Risiken für die Rohstoffmärkte. Auch wenn die bereits bestehenden Sanktionen Russlands Exporteinnahmen erheblich beschnitten, gebe es durchaus noch wichtige Bereiche, die bislang nicht von Sanktionen belegt seien und entsprechend bei einer Verschärfung des Konflikts betroffen sein könnten.
Hier sei insbesondere der Handel von wichtigen Industriemetallen zu nennen. Die britische wie auch US-Regierung hätten zwar Sanktionen gegen vereinzelte Metalle aus Russland verhängt. Allerdings sei Russland für beide Länder kein essenzieller Handelspartner in dem Bereich, sodass die direkten Konsequenzen überschaubar seien. Das gelte aber nicht für die EU. Diese habe 2022 noch mehr als 40 Prozent ihrer Nickelimporte aus Russland bezogen. Ähnlich verhalte es sich bei Palladium. Hier habe Russland sogar einen globalen Marktanteil von etwas mehr als 40 Prozent und sei damit ebenfalls Spitzenanbieter des Edelmetalls. Schätzungsweise machten Palladium-Importe aus Russland ein Drittel der Gesamtimporte der EU aus.