Der Börsen-TagAngebliche Stützungspläne Pekings lassen Anleger in Asien kalt
An den Börsen in Asien lässt sich zur Wochenmitte keine einheitliche Tendenz ausmachen. Auf dem japanischen Aktienmarkt lasten Zinserhöhungsängste. In Schanghai drücken Zweifel an einer tragfähigen Erholung der heimischen Wirtschaft von dem pandemiebedingten Einbruch die Kurse. Der Aktienmarkt in Hongkong wird derweil gestützt von Kursgewinnen des Schwergewichts Alibaba.
In Tokio verliert der Nikkei-225-Index 1,0 Prozent. Die Bank of Japan (BoJ) hatte zwar am Dienstag an ihrer ultralockeren Geldpolitik zunächst festgehalten, während der anschließenden Pressekonferenz stimmte BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda die Märkte jedoch vorsichtig auf ein mögliches Ende der Negativzinsen ein.
In Shanghai tendiert der Composite-Index kaum verändert, nachdem am Vortag ein Bericht gestützt hatte, demzufolge die zuständigen Stellen mit geeigneten Maßnahmen dem Ausverkauf an den chinesischen Börsen entgegenwirken wollen. Beobachter halten es jedoch für wenig wahrscheinlich, dass ein Aktienstabilisierungsfonds eingerichtet wird, denn die chinesische Regierung konzentriere sich eher auf die Unterstützung der Realwirtschaft.
Der Hang-Seng-Index steigt in Hongkong um 1,1 Prozent. Alibaba verbessern sich um 5 Prozent, nachdem bekannt geworden ist, dass die beiden Unternehmensgründer Jack Ma und Joseph Tsai ihre Anteile an dem Unternehmen kräftig aufgestockt haben.