Der Börsen-TagAngst vor Trumps Vergeltung: Asiens Märkte im Minus
Die asiatischen Aktien ziehen sich wegen verstärkten bilateralen Spannungen zwischen den USA und China von ihrem Rekordhoch zurück. Der Ausverkauf begann, nachdem Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet hatte, dass die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen mindestens ein Dutzend chinesische Beamte wegen ihres Vorgehens beim Ausschluss demokratiefreundlicher Volksvertreter in Hongkong erlassen werde.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 26.516 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,7 Prozent und lag bei 1764 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,8 Prozent und ignorierte weitgehend starke Exportdaten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,8 Prozent. "Eine Sache, über die sich der Markt Sorgen gemacht hat, ist, dass Trump bei seinem Abtreten nach Vergeltung für China suchen würde. Diese Nachricht spricht also für diese Angst", sagte Kyle Rodda, Marktstratege bei IG Markets in Melbourne. Letztendlich sei aber den Anlegern bewusst, dass Trump nur noch sechs Wochen Zeit hat. Der breitere Fokus liege daher immer noch auf der Einführung von Impfstoffen und den steuerlichen Anreizen in den USA.
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 103,99 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,5342 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8906 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2132 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0806 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3423 Dollar.