Der Börsen-TagAnleger in Asien halten sich zurück
Die asiatischen Börsen starten eher vorsichtig in den neuen Monat. Der November soll bedeutsam werden und von überwiegend niedrigeren Aktienkursen und Renditen von Staatsanleihen, die sich am Freitag in der Nähe von Dreimonatshöchstständen befanden, geprägt sein. Die Anleger warten nun auf die Arbeitsmarktdaten aus den USA, bevor dort am kommenden Dienstag die Präsidentschaftswahlen stattfinden und einen Tag später die Sitzung der Federal Reserve (Fed).
Der Nikkei fällt um zwei Prozent und folgt damit dem Rückgang der Wall Street über Nacht und einen stärkeren Yen, der die Aussichten für japanische Exporteure trübte. Am Donnerstag behielt die Bank of Japan (BOJ), wie allgemein erwartet, die ultraniedrigen Zinssätze bei. BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda hielt mit weniger pessimistischen Kommentaren die Tür für eine Zinserhöhung zum Jahresende offen. Shuutarou Yasuda, ein Marktanalyst bei Tokai Tokyo Intelligence Laboratory, sagt, die japanischen Märkte würden nächste Woche aufgrund der Entscheidung der US-Notenbank und der US-Präsidentschaftswahlen volatil bleiben. In Tokio gibt der Nikkei-Index 2,1 Prozent auf 38.245,33 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 1,3 Prozent niedriger bei 2.659,28 Zählern.
In China ist laut einer Umfrage im Privatsektor der Caixin/S&P Global PMI für das verarbeitende Gewerbe im Oktober gestiegen. Die Wirtschaft scheint sich in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt langsam wieder zu erholen. "Der Arbeitsmarkt bleibt weiter unter Druck, und das Preisniveau ist nach wie vor gedämpft", sagt Wang Zhe, leitender Ökonom bei der Caixin Insight Group. Er fügt hinzu, dass das Erreichen des chinesischen Wachstumsziels für 2024 von einer nachhaltigen Erholung der Verbrauchernachfrage abhängen werde. "Das bedeutet, dass sich die politischen Bemühungen darauf konzentrieren sollten, das verfügbare Einkommen der Haushalte effektiver zu erhöhen", so Wang. Der Shanghai Composite gewinnt 0,6 Prozent auf 3.299,61 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt um 0,9 Prozent auf 3.924,96 Punkte.