Der Börsen-TagApple verschiebt Einführung von Siri AI in der EU
Apple macht für die Verschiebung seines neuen KI-Assistenten Siri AI in Europa die Digitalregeln der Europäischen Union verantwortlich. Die EU-Kommission wies diese Kritik scharf zurück. Die Entscheidung liege allein bei dem US-Konzern, erklärte ein Sprecher der Brüsseler Behörde. Apple habe Ausnahmen vom Digital Markets Act (DMA) für 18 Monate gefordert, was abgelehnt worden sei. Der iPhone-Hersteller sei nicht in der Lage gewesen, Lösungen zu entwickeln, die den EU-Standards für Datenschutz und Sicherheit entsprächen.
Apple argumentierte dagegen, dass virtuelle KI-Assistenten einen beispiellosen Zugriff auf persönliche Daten der Nutzer benötigten. Die EU-Kommission verlange ein riskantes Experiment mit Millionen von Kunden, sagte Apple-Marketingchef Greg Joswiak. Wegen des DMA verzögerten sich in der EU zudem weitere Funktionen wie die Spiegelung des iPhone-Bildschirms auf Mac-Computern und die Live-Übersetzung bei AirPods. Das EU-Gesetz soll die Marktmacht großer Technologiekonzerne einschränken und für mehr Wettbewerb sorgen. Europa machte im vergangenen Jahr fast 27 Prozent des Apple-Umsatzes aus.