Der Börsen-TagAsien-Techwerte unter Druck
Insgesamt wenig zeigt sich im Handelsverlauf an den Börsen in Ostasien. Überwiegend ist die Tendenz knapp behauptet, nachdem es auch an den US-Börsen leicht nach unten gegangen war. Eine Ausnahme macht Tokio. Der Nikkei kommt 0,6 Prozent auf 33.505 Punkte voran. Unterstützung kommt weiter von der Währungsseite, denn der Yen ist nach seinem Aufwärtstrend zum Ende des Vorjahres weiter auf dem Weg nach unten und hat auch im Tagesvergleich wieder deutlich an Wert verloren. Das ist unter anderem günstig für japanische Exportunternehmen. In Sydney ist der Handel bereits beendet, auch dort war die Tendenz wenig verändert.
Die Akteure warteten auf den monatlichen Arbeitsmarktbericht im späteren Tagesverlauf, heißt es, um davon Erkenntnisse für das weitere geldpolitische Vorgehen der US-Notenbank zu erlangen. Am Vortag hatten diverse Daten vom Arbeitsmarkt signalisiert, dass dieser weiter robust und widerstandsfähig ist nach den erfolgten Zinserhöhungen. Am US-Anleihemarkt waren die Renditen darauf gestiegen. Sollte auch der große Arbeitsmarktbericht positiv überraschen, könnte das die Zinssenkungsfantasie dämpfen und für Druck auf die Aktienmärkte sorgen.
In Seoul verliert der Kospi 0,5 Prozent. Dort sorgen daneben die wieder zunehmenden Spannungen mit Nordkorea für Zurückhaltung. Südkorea hat Bewohner der Insel Yeonpyeong aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen, nachdem Nordkorea rund 200 Granaten vor seiner Westküste abgefeuert hatte.
An den chinesischen Börsen wird unterdessen weiter auf ein größeres Maßnahmenpaket aus Peking zur Stimulierung der Wirtschaft gewartet. Die chinesische Führung habe nach einer Sitzung des Zentralkomitees am Donnerstag keine neuen wirtschaftlichen Initiativen erwähnt, bemerkt Marktstratege Redmond Wong von Saxo. In Hongkong, aber auch an den anderen Börsen, werden wie zuvor schon in den USA Technikaktien stärker verkauft. Sie gelten unter anderem aus Bewertungsgründen als besonders empfindlich gegenüber steigenden Marktzinsen.