Der Börsen-TagAsienbörsen legen trotz Sorge um Staatsschulden zu
Asiens Börsen verzeichnen zum Ende der Woche zaghafte Gewinne. Nach einem Etappensieg für das umstrittene US-Steuerpaket bleiben die Anleger aber zurückhaltend, denn die Sorgen um Verschuldung blieben weiter bestehen.
Die japanische Börse tendiert fester. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 37.280,84 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 0,8 Prozent höher bei 2.739,13 Zählern. Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 3.380,47 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,2 Prozent auf 3.920,29 Punkte.
Die Renditen von Staatsanleihen, insbesondere mit längeren Laufzeiten, sind im Vorfeld der Verabschiedung des Gesetzentwurfs aufgrund von Sorgen um die US-Finanzen angestiegen. Verschärft wurde dies durch die Entscheidung der Ratingagentur Moody's in der vergangenen Woche, die Kreditwürdigkeit der USA unter Hinweis auf die steigende Verschuldung herabzustufen. "Diese Marktbewegung oder die Verabschiedung der Gesetzesvorlage deutet nicht darauf hin, dass die Emission von US-Anleihen oder die allgemeine Besorgnis über das weltweite Anleiheangebot deutlich zurückgehen werden", sagte Ken Crompton, Senior Interest Rate Strategist bei der National Australia Bank.
In Asien hielten sich die Renditen langer japanischer Staatsanleihen (JGBs) am Freitag in der Nähe ihrer Allzeithochs. Die 30-jährigen Renditen sind in dieser Woche um 23 Basispunkte gestiegen und lagen zuletzt bei 3,175 Prozent, was von der Bank of Japan (BOJ) genau beobachtet wird.
Die chinesischen Blue Chips und der Hang Seng aus Hongkong blieben weitgehend unverändert. Die Aktien der chinesischen Pharmaunternehmen Jiangsu Hengrui Pharmaceuticals und das Unternehmen Mirxes Holdings stiegen bei ihrem Börsendebüt in Hongkong stark an, nachdem sie bei getrennten Börsengängen zusammen 1,4 Milliarden USD aufgenommen hatten.