Der Börsen-TagAsiens Tech-Aktien rutschen ab
Nach einem auf breiter Front kräftigen Rücksetzer an der Wall Street, geht es auch an den Börsen in Ostasien und Australien abwärts. In den USA hatten sinkende Hoffnungen auf eine Zinssenkung im Dezember die Stimmung belastet, wobei insbesondere als hoch bewertet geltende Technologieaktien verkauft wurden, speziell solche mit stärkerem KI-Bezug. Aktuell wird nur noch mit rund 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit damit gerechnet, dass die US-Notenbank die Zinsen erneut senken wird.
Nach dem Ende des Shutdowns würden zwar wieder Konjunkturdaten veröffentlicht, doch könnten sich die Verzögerungen bei den Berichten und das Fehlen einiger Schlüsseldaten auf den nächsten geldpolitischen Schritt der US-Notenbank auswirken, so die Spekulation. Weil die US-Regierung möglicherweise keine Inflations- und Beschäftigungsdaten für Oktober veröffentlichen und die Fed somit vor der Dezembersitzung im Dunkeln tappen wird, hatten sich mehrere US-Notenbanker zurückhaltend zu weiteren Zinssenkungen geäußert.
In Tokio verliert der Nikkei-Index 2,0 Prozent auf 50.276 Punkte. Der technologielastige Kospi in Seoul, der an den vergangenen vier Tagen gestiegen war, sackt um 3,2 Prozent ab. In Shanghai beträgt das Minus nur 0,3 Prozent, in Hongkong, wo ebenfalls viele Technologieaktien notiert sind, büßt der HSI 1,6 Prozent ein. In Sydney ist der Handel mit einem Abschlag von 1,4 Prozent bereits beendet. In Tokio knicken Technologieaktien wie Softbank oder Advantest um 5,8 beziehungsweise 5,4 Prozent ein. In Seoul rutschen Samsung Electronics um über 4 und SK Hynix um über 6 Prozent ab.