Der Börsen-TagAuch "Window Dressing" hilft Asien-Börsen
Mit Rückenwind der Wall Street ziehen die Aktienkurse an den asiatischen Aktienmärkten an. Händler sprechen von einem verbesserten Aktienumfeld, nachdem vor allem in den USA ein allzu forsches Vorgehen der US-Notenbank gegen die zu hohe Inflation etwas ausgepreist wurde. Aber Händler warnen bereits, dass dies eine Fehlinterpretation der jüngsten Konjunkturdaten und Aussagen aus dem Kreise der Fed sein könnte. Die entscheidende Frage, ob die USA und auch die globale Wirtschaft in die Rezession rutschten, bleibe unbeantwortet.
In Tokio gewinnt der Nikkei 1,4 Prozent auf 26.874 Punkte. Auffallend fest zeigen sich erneut die chinesischen Börsen, insbesondere der HSI in Hongkong. Er legt um über 3 Prozent zu, auf das höchste Niveau seit dem 4. April. Laut Analysten reagiert der Markt positiv auf die Industriegewinne, die weniger deutlich wie befürchtet gesunken seien. Auch die Lockerungen der Corona-Maßnahmen machten sich positiv bemerkbar. Auch Seoul und Sydney gehören mit Aufschlägen von rund 2 Prozent zu den sehr fest tendierenden Handelsplätzen.
In China sprechen Analysten von Soochow von einer verbesserten Stimmung im Automobilsektor - getrieben durch staatliche Maßnahmen und Absatzzahlen. BYD gewinnen 2,3 Prozent, SAIC Motor 1,2 Prozent und Great Wall Motor 1,7 Prozent. In Hongkong sprechen Händler zudem von "Window Dressing", also von Käufen von Aktien durch Fondsgesellschaften zum Quartals- und Halbjahresende, die gut gelaufen sind. Geely Automobile steigen um 4,2 Prozent. Nach einer Gewinnwarnung büßen Xinyi Solar 2,6 Prozent ein.