Der Börsen-TagAuftragsbestand der deutschen Industrie zeigt "stabil aufwärts"
Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist im Oktober auf saison- und kalenderbereinigter Basis um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die offenen Aufträge aus dem Inland erhöhten sich um 1,1 Prozent, der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland kletterte um 0,2 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilte, stieg der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahresmonat kalenderbereinigt um 3,7 Prozent.
Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern sank der Auftragsbestand um 0,6 Prozent. Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg er um 0,8 Prozent und im Bereich der Konsumgüter um 0,7 Prozent.
Im Oktober blieb die Reichweite des Auftragsbestands im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 7,9 Monaten. Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg die Reichweite auf 10,8 (Vormonat: 10,7) Monate. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern blieb die Reichweite konstant bei 4,3 Monaten und bei den Herstellern von Konsumgütern bei 3,6 Monaten.
"Der Auftragsbestand entwickelt sich stabil aufwärts", kommentiert Alexander Krüger von Hauck Aufhäuser Lampe. Das sage aber noch nichts darüber, wie schnell Aufträge in Produktion münden. "Unternehmen klagen über fehlende Aufträge und neuerdings auch über Materialmangel. Das Fiskalpaket lässt perspektivisch neue Impulse erwarten. Eine Welle an Investitionen in Kapazitäten dürfte aber kaum ausgelöst werden."