Der Börsen-TagAuftragspolster der deutschen Industrie stagniert

Das Auftragspolster der deutschen Industrie ist im Juni wegen der sinkenden Nachfrage aus dem Inland nicht dicker geworden. Der Bestand an offenen Bestellungen stagnierte auf dem Niveau des Vormonats, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die offenen Aufträge aus dem Inland fielen dabei um 0,6 Prozent niedriger aus, während die aus dem Ausland um 0,4 Prozent stiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es im Juni insgesamt ein Plus von 5,1 Prozent.
"Noch immer klagen viele Unternehmen über eine dünne Auftragslage", kommentierte der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, Alexander Krüger, die Entwicklung. Dies gehe auch auf unverändert nachteilige Standortbedingungen zurück. "Mit der schwächer laufenden Weltwirtschaft und dem festeren Euro sind weitere Hürden hinzugekommen", sagte Krüger. Die Unternehmen dürften daher ihre Kapazitätsauslastung kaum erhöhen.