Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagAus der Nacht: "Hilfe ist hier" - Bidens Hilfspaket im Detail

11.03.2021, 07:14 Uhr

Der Weg für das 1,9 Billionen Dollar schwere Corona-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden ist frei. Das Konjunkturprogramm, das zu den größten aller Zeiten zählt, nahm am Mittwoch die letzte parlamentarische Hürde im Kongress. "Hilfe ist hier", schrieb Biden auf Twitter nach der Verabschiedung seines "Amerikanischen Rettungsplans". Biden will es am Freitag unterzeichnen und damit in Kraft setzen. Und das beinhaltet das Hilfspaket:

  • 400 Milliarden Dollar sind vorgesehen für Konjunkturschecks in Höhe von 1400 Dollar pro Person. Damit würde sich die gesamte Direkthilfe aus diesem und einem im Dezember verabschiedeten Paket auf 2000 Dollar summieren. Die Schecks sollen an US-Bürger gehen, die weniger als 80.000 Dollar im Jahr verdienen, bei Paaren ist die Schwelle doppelt so hoch.

  • 350 Milliarden Dollar für die Bundesstaaten und Kommunen. Dieser Punkt gehörte bei den Debatten im Kongress zu den strittigsten: Viele Republikaner haben erklärt, die Bundesstaaten benötigten die Gelder nicht.

  • 170 Milliarden Dollar sind für Schulen und Universitäten vorgesehen.

  • 163 Milliarden Dollar sind als zusätzliche Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von 300 Dollar je Woche bis zum 06. September gedacht. Die ersten 10.200 Dollar an Hilfen sollen nicht besteuert werden.

  • 109 Milliarden Dollar fließen in die öffentliche Gesundheitsversorgung. Davon gehen 49 Milliarden in die Kontaktverfolgung und Gensequenzierung, 35 Milliarden in das Gesundheitssystem ObamaCare, elf Milliarden an die kommunalen Gesundheitsämter, acht Milliarden für Neueinstellungen im Gesundheitswesen und sechs Milliarden Doller an die Indianer-Nationen.

  • 56 Milliarden Dollar sind für Kinderhilfsprogramme vorgesehen. Zudem sollen gewisse Steuererleichterungen verlängert werden, was zu einem Ausfall von etwa 109 Milliarden Dollar in der Staatskasse führen würde.

  • 48 Milliarden Dollar sollen auf verschiedene Arten Kleinunternehmen zukommen.

  • 45 Milliarden Dollar sollen als Miethilfen eingesetzt werden. Die Regierung geht davon aus, dass zwölf Millionen US-Bürger im Verzug sind, im Schnitt um 5800 Dollar an Miete und Nebenkosten.

  • Zwölf Milliarden Dollar sind für Lebensmittel-Hilfsprogramme eingeplant.

Quelle: ntv.de