Der Börsen-TagAus für das Verbrenner-Aus?
Der Verkehrssektor verfehlt seit langem die Klimaziele nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa. Die EU hat deshalb beschlossen, dass neue Autos mit Verbrennermotor ab 2035 nicht mehr zugelassen werden dürfen. So soll der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids (CO2) weiter gesenkt werden. Doch angesichts des schleppenden Hochlaufs der Elektromobilität erhöht sich der Druck aus der Industrie und der Unionsparteien, den EU-Beschluss zurückzunehmen. Die Regierung ist in der Frage uneins. Das Thema könnte heute im Koalitionsausschluss behandelt werden. Ob dort eine Entscheidung darüber fällt, wie sich Deutschland innerhalb der EU verhalten soll, ist offen.
Die derzeitige Verordnung schreibt vor, dass ab 2035 faktisch keine neuen Autos mit Benzin- oder Dieselmotor mehr zugelassen werden dürfen. Dadurch soll der CO2-Ausstoß des Sektors stärker sinken. Zwar gingen die Emissionen etwa in Deutschland zwischen 1990 und 2023 dem Umweltbundesamt zufolge auch im Verkehrssektor um knapp elf Prozent zurück. Doch verglichen mit anderen Bereichen wie der Abfall- oder der Energiewirtschaft hinkt der Sektor hinterher. Klima- und Umweltfachleute fordern deshalb schon länger strengere Vorgaben für die Verkehrsindustrie.