Der Börsen-TagAustralische Notenbank in der Warteschleife
Die australischen Inflationszahlen für das zweite Quartal seien schwach genug gewesen, um die Zentralbank in der Warteschleife zu halten, aber hoch und hartnäckig genug, um ihre Hauptsorge zu bleiben, erklären die Ökonomen von HSBC Global Research. Die Prognosen der Reserve Bank of Australia (RBA) deuten nun darauf hin, dass die Inflation im Jahresdurchschnitt bis zum zweiten Quartal 2026 auf 2,7 Prozent fallen wird, während die Prognose zuvor bei 2,6 Prozent lag, und dass es bis zum vierten Quartal 2026 dauern wird, bis die Inflation 2,6 Prozent erreicht.
Die RBA rechnet damit, dass die Arbeitslosenquote Mitte 2025 auf 4,4 Prozent steigen wird, 0,1 Prozentpunkte mehr als bisher erwartet. Die HSBC-Experten gehen auch davon aus, dass es jetzt weniger Kapazitätsreserven in der Wirtschaft gibt, und verweisen auf die Aussage der RBA, dass die "Lücke zwischen Gesamtnachfrage und Angebot in der Wirtschaft größer ist als bisher angenommen". HSBC prognostiziert, dass die RBA die Zinsen bis 2024 beibehält und erst im zweiten Quartal 2025 senkt.