Der Börsen-TagAusverkauf bei Asiens Chipwerten
Erneut uneinheitlich tendieren die Börsen in Ostasien und Australien. Heftige Kursverluste verzeichnen Aktien von Chipherstellern. Der Sektor war am Vorabend in den USA schon abverkauft worden. Belastend wirkten unter anderem Pläne von Meta Platforms zum Aufbau eines Cloud-Geschäfts mit dem Ziel, überschüssige KI-Rechenleistung zu verkaufen. Auch nahmen Anleger Gewinne mit, nachdem der Sektor im ersten Halbjahr gut gelaufen war.
In Seoul sackt der Kospi um rund fünf Prozent ab. Kräftige Verluste der Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix ziehen den Index in die Tiefe. Dagegen legen im Rüstungssektor Hanwha Ocean um 3,1 Prozent zu. Der Schiffsbaukonzern hat das Ausschreibungsverfahren der südkoreanischen Seestreitkräfte für einen neuen Zerstörer gewonnen. Neue Inflationsdaten haben derweil keinen Einfluss auf das Geschehen am Aktienmarkt; der Preisauftrieb in Südkorea erreichte zwar im Juni das höchste Niveau seit 30 Monaten, deckte sich aber mit der Konsensschätzung von Ökonomen.
Am Tokioter Aktienmarkt fällt der Nikkei um 1,9 Prozent, während der breiter gefasste Topix um 0,5 Prozent steigt. Auch hier stoßen Anleger Aktien des Chipsektors ab. Kioxia verbilligen sich um 13,3 und Advantest um 8,2 Prozent. Gesucht sind Takeda Pharmaceuticals, die nach Bekanntgabe einer KI-Entwicklungspartnerschaft mit dem Biotech-Unternehmen Insilico um 2,3 Prozent zulegen.