Der Börsen-TagAusverkauf trifft Asien-Börsen
Die Furcht vor steigenden US-Zinsen und eine militärische Eskalation im Nahen Osten setzen die asiatischen Aktienmärkte massiv unter Druck. In Tokio rutscht der Nikkei um knapp vier Prozent ab, und der breiter gefasste Topix verliert 3,08 Prozent auf 3827,63 Zähler. Auch in China geben die Kurse deutlich nach: Der Shanghai-Composite sinkt 2,2 Prozent, während der CSI300 2,4 Prozent einbüßt. In Hongkong fällt der Hang-Seng-Index 1,5 Prozent. Besonders hart trifft es den südkoreanischen Kospi, der um fünf Prozent einbricht.
Auslöser des Ausverkaufs sind ein enttäuschender Ausblick des US-Chipkonzerns Broadcom sowie ein starker US-Arbeitsmarktbericht, der die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen dämpfte. "Die Bewegung sieht eher nach einer Auflösung von Positionen aus als nach einer Neubewertung der langfristigen KI-Geschichte", sagt Marc Velan, Investmentchef bei Lucerne Asset Management. In Japan brechen die Aktien von Sumco um 13 Prozent ein, Renesas verlieren 12,1 Prozent. In China rutschten die Papiere des Nvidia-Zulieferers Zhongji Innolight um vier Prozent ab.