Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagAutosektor steht unter besonderer Beobachtung

31.01.2025, 05:59 Uhr

Der DAX steuert auf die nächste Gewinnwoche zu. Den dritten Tag in Folge verbuchte der deutsche Börsenleitindex Zuwächse, schloss gestern mit einem Stand von 21.727 Punkten und damit in Nähe seines im Handelsverlauf erzielten Allzeithochs. Heute könnte direkt der nächste Rekord folgen.

Zum Wochenschluss könnte sich die DAX-Rekordjagd fortsetzen. Impulse kommen sowohl von Unternehmens-, als auch der Konjunkturseite—beispielsweise gibt es deutsche Inflationsdaten. Dabei dürfte die zuletzt gestiegene Teuerungsrate in Deutschland sich zu Jahresbeginn stabilisiert haben. Experten erwarten, dass die Inflationsrate im Januar bei 2,6 Prozent verharrt. Steigende Preise für viele Lebensmittel und Dienstleistungen hatten sie im Dezember auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr getrieben.

Unternehmensseitig rückt zum Wochenschluss unter anderem der Autosektor in den Anlegerfokus, denn der weltgrößte Autozulieferer Bosch zieht die vorläufige Bilanz des vergangenen Jahres. Die Autobranche und damit auch die Zulieferer kämpfen mit einer Krise. Bosch-Konzernchef Stefan Hartung hat in Interviews kürzlich erklärt, der Umsatz sei gesunken und die Rendite unter vier Prozent abgesackt. Zu den Aussichten für 2025 hat er sich zurückhaltend geäußert. Bosch will weltweit rund 12.000 Stellen streichen. Der Betriebsrat befürchtet noch mehr Personalabbau in Deutschland.

Zudem hat der Industriekonzern Thyssenkrupp zu seiner virtuellen Hauptversammlung geladen. Vorstandschef Miguel Lopez und Aufsichtsratschef Siegfried Russwurm werden dabei insbesondere Fragen von Aktionärsschützern beantworten, die diese vorher eingereicht haben. Dabei dürfte es darum gehen, wie der seit Jahren kriselnde Ruhrkonzern nachhaltig schwarze Zahlen schreiben soll. Lopez will die Stahlsparte und das Marinegeschäft verselbstständigen und hat mit Blick auf das Portfolio ein "Jahr der Entscheidungen" angekündigt.

Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de