Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Bafin alarmiert wegen Kurssturz bei Gerry Weber

Der Kurssturz der Aktien des westfälischen Modekonzerns Gerry Weber Ende September beschäftigt die Finanzaufsicht Bafin.

Gerry Weber
Gerry Weber ,38

Es sei eine routinemäßige Überprüfung eingeleitet worden, schreibt die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf eine Sprecherin. In der Xetra-Schlussauktion am 21. September waren mehr als 600.000 Gerry-Weber-Papiere gehandelt worden - 95 Prozent des Tagesumsatzes. 45 Minuten später berichtete der Branchendienst "debtwire", dass die Modefirma ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben habe.

Erst nach der Meldung, etwa vier Stunden später, informierte Gerry Weber seine Aktionäre darüber. Das hatte das Unternehmen ursprünglich vermeiden wollen und sich von der Ad-hoc-Pflicht befreien lassen. Nach dem debtwire-Bericht blieb dem Konzern dann aber keine andere Wahl.

Als die Börsen am folgenden Montag wieder öffneten, brach der Aktienkurs um mehr als 25 Prozent ein. "Die Firma sollte durch das 'Leak' sturmreif geschossen werden", zietiert die "Wirtschaftswoche" einen Insider. Ein Gerry-Weber-Sprecher wollte die Vorgänge nicht kommentieren, betonte aber, das Unternehmen sei seinen Veröffentlichungspflichten nachgekommen.

Quelle: n-tv.de