Der Börsen-TagBergbaukonzern muss Millionen wegen tödlichem Dammbruch zahlen
Die 2,6 Millionen Euro könnten erst der Anfang sein, es sind noch viele Klagen von Angehörigen der insgesamt 270 Todesopfer anhängig:
Acht Monate nach dem folgenschweren Bruch eines Staudamms in Brasilien ist der Bergbaukonzern Vale erstmals zu konkreten Entschädigungszahlungen an Hinterbliebene der Opfer verurteilt worden. Ein Richter im Bundesstaat Minas Gerais entschied, dass Vale den Familien von drei Todesopfern insgesamt umgerechnet 2,6 Millionen Euro Entschädigung zahlen muss. Durch das Unglück Ende Januar waren mehr als 270 Menschen ums Leben gekommen oder gelten seither als vermisst.
Nachdem der Damm in dem Vale-Bergwerk Córrego do Feijão im südostbrasilianischen Brumadinho gebrochen war, hatte sich eine enorme Schlammlawine über die Umgebung ergossen. 13 Millionen Kubikmeter Schlamm mit Bergbauabwässern rissen viele Menschen mit sich.