Der Börsen-TagBericht: BayWa-Gläubiger sollen auf viel Geld verzichten
Die Gläubiger des angeschlagenen Agrar- und Handelskonzerns BayWa sollen einem Medienbericht zufolge auf eine Milliarde Euro verzichten. Bei diesem Volumen könnte ein möglicher Schuldenschnitt liegen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise. Auch Instrumente wie Besserungsscheine würden diskutiert, hieß es weiter. Ein BayWa-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Bei der Baywa laufen derzeit Verhandlungen über Anpassungen des Sanierungskonzepts, dabei steht auch ein Schuldenschnitt im Raum. Hintergrund ist die Lage der Tochter BayWa r.e., die Solar- und Windkraftprojekte entwickelt und unter den trüben Aussichten in der Branche leidet. Die Baywa hatte Mitte März eingeräumt, dass die 1,7 Milliarden Euro, die der 2028 geplante Verkauf des 51-Prozent-Anteils einbringen sollte, nicht mehr realistisch sei. Der Verkaufserlös war ein fester Bestandteil des Sanierungskonzepts, mit dem die Baywa ihre Verschuldung um vier Milliarden Euro abbauen wollte.